Teilprojekt Ostsachsen

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Projektgebiet

Typischer Lebensraum des Rotmilans mit landwirtschaftlichen Nutzflächen und Feldgehölzen. (Foto: Archiv Förderverein)

Das Projektgebiet befindet sich in der sächsischen Oberlausitz nördlich von Bautzen und erstreckt sich zwischen Uhyst a. T. im Südwesten und Boxberg /O.L. im Nordosten. Der gesamte nordöstliche Gebietsbereich ist Teil des Biosphärenreservates „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“. Das 388 km² große Gebiet unterliegt einer naturräumlichen Zweiteilung: die Region des „Oberlausitzer Gefildes“ als typische offene Agrarlandschaft mit überwiegend Ackernutzung, einer reichen Ausstattung an Feldgehölzen und kleinen Siedlungen (südlicher Gebietsteil) und im Nordteil die charakteristische Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit einem höheren Waldanteil und ausgedehnten Teichgebieten. Gerade dieser Wechsel aus offener Landschaft und Gehölzen in Verbindung mit zahlreichen Gewässern machen das Gebiet für den Rotmilan so attraktiv.

Für den Download einer detailierten PDF-Datei klicken Sie bitte auf die unten stehende Karte.

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Aufgaben

Baumschutzmaßnahme mit Verglasungsfolie. (Foto: Archiv Förderverein)
Bei der Nesterkartierung sind Folien und andere Müllstücke Zeichen für ein Rotmilannest. (Foto: Archiv Förderverein)

Im Rahmen des Projektes soll für das Teilgebiet Ostsachsen mit einer Größe von 388 km² umfassender Rotmilanschutz umgesetzt werden. Hierfür wurden in einem ersten Schritt bestehende Nester im Winter/Frühjahr 2014 gesucht und dokumentiert, um diese dann zur Brutzeit auf Besatz und Bruterfolg zu kontrollieren. Im Rahmen der Erfassungen während der Brutsaison sollen die lokale Bestandsgröße sowie der Reproduktionserfolg ermittelt werden. Die ergänzende Beringung der Jungvögel bietet die Möglichkeit, genaue Aussagen zur Brutgröße und zum Aufzuchterfolg zu treffen. In Ergänzung zu den neu erfassten Daten stehen für Teilbereiche Daten aus 10 Jahren und länger zur Verfügung, so dass sich mittels Analysen und Bewertungen Aussagen zu Entwicklungstendenzen ableiten lassen.

Zudem ist geplant, durch die Erfassung von Störungen und möglichen Verlusten durch Nesträuber Handlungsempfehlungen abzuleiten und Abwehrmaßnahmen an Brutbäumen umzusetzen. Neben diesen Schutzbemühungen liegt der Schwerpunkt auf der naturschutzfachlichen Beratung von Landwirten und Umsetzung von Maßnahmen der landesspezifischen Förderrichtlinien. Hierbei gilt es die artspezifischen Ansprüche und Verhaltensweisen, insbesondere bei der Nahrungsaufnahme, den aktuellen Bewirtschaftungsformen und Nutzungszyklen gegenüberzustellen und daraus Handlungsbedürfnisse abzuleiten und Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten.

Die Ergebnisse und Erfordernisse, die sich aus der Projektarbeit ergeben sollen an weitere Akteure des Rotmilanschutzes herangetragen und der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dies geschieht sowohl über die zentrale Öffentlichkeitsarbeit des Projektes als auch regionalspezifisch.

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Mithilfe

Ein wichtiger Faktor für den Reproduktionserfolg des Rotmilans und daher einer unserer Handlungsfelder ist die Prädationsproblematik. Viele Gelege und Bruten gehen durch Nesträuber wie Waschbär oder Mink verloren. Die Kenntnis ihrer Verbreitung ist daher von großer Bedeutung für unsere Schutzbemühungen! Helfen Sie uns und melden Sie Beobachtungen dieser Arten. So können wir Nestschutzmaßnahmen optimal dorthin lenken, wo sie am Dringendsten benötigt werden.

Auch Meldungen über Rotmilanbeobachtungen, insbesondere an Nestern, erleichtern uns die Arbeit im Schutz des Rotmilans und vervollständigen das Bild über die Verbreitung in der Region.

Eine Karte mit den Grenzen unseres Projektgebietes finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Meldung direkt an den Förderverein

Schreiben Sie uns eine Opens window for sending emailMail (foerderverein@vogelschutzwarte-neschwitz.de) mit dem Verhalten und den Beobachtungsumständen. Wichtig ist eine möglichst genaue Ortsangabe und wenn Sie ein Foto mitschicken, können wir uns ein genaues Bild der Situation machen.

Wir würden uns freuen, wenn sie uns Ihre Kontaktdaten mitschicken könnten, damit wir Sie ggf. für Rückfragen kontaktieren können. Selbstverständlich können Sie uns auch unter der Rufnummer: (035933) 179862 telefonisch kontaktieren.

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Rotmilane bei Flugmanövern (Foto: Archiv Förderverein)