Förderverein gedenkt verstorbenen Vorsitzenden

Dr. Wolfram Leunert neben Staatsminister Frank Kupfer und MdB Maria Michalk.

Am 20.12.2012 ist der Vorsitzende des ehemaligen Träger- und jetzigen Fördervereins Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V., Herr Dr. Wolfram Leunert, plötzlich und unerwartet verstorben. Im Rahmen der Trauerfeier am 04.01.2013 in Großpostwitz haben wir endgültig von ihm Abschied genommen.

Innerhalb einer ganzen Reihe von Ehrenämtern, die er auf Grund seiner Vielseitigkeit wahrnahm, und der Mitwirkung in vielen Vereinen und Gremien, spielte sein persönlicher Einsatz für die Vogelschutzwarte (VSW) eine besondere Rolle, denn anders konnte man sich sein Engagement für diese Einrichtung nicht erklären. Als Vertreter des Landkreises Bautzen war er bereits an der Vorbereitung zur Gründung der Vogelschutzwarte beteiligt, deren Träger im Wesentlichen in einem Zusammenschluss von Landkreis, Gemeinde, Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Verein Sächsischer Ornithologen und Naturschutzbund Sachsen bestand. Durch seine Tätigkeit als Dezernent für Umwelt im Landratsamt Bautzen, seine Kontakte und Verbindungen zu Verantwortungsträgern in Politik und Verwaltung sowie durch seine Erfahrungen in und mit Vereinen war er der geeignete Vorsitzende für den entstandenen Trägerverein - eine Funktion, die er im wahrsten Sinne des Wortes bis zu seinem Lebensende ausübte. Er war aus unserer Sicht kein „richtiger“ Ornithologe, aber er war für diese Aufgabe der richtige Mann am richtigen Platz! Die Entwicklung der VSW zu einer gefragten Fachinstitution wäre ohne ihn in dieser Zeit so nicht gelungen. Dass für ihn diese Aufgabe nicht eine unter vielen war, wurde deutlich, als durch die Übernahme der Monitoringaufgaben durch die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL) ein Trägerverein für die VSW überflüssig wurde. So wie die meisten anderen Vereinsmitglieder war auch er mit dieser Entwicklung nicht vollständig zufrieden, weil damit zwar wichtige - aber letztlich nur Teilaufgaben des Vogelschutzes - fortgesetzt werden würden. So wurde ihm die Umwandlung in einen Förderverein und die Fortführung derjenigen Vogelschutzaufgaben, die von der BfUL nicht wahrgenommen werden, zu einem ganz persönlichen Anliegen. Dass der Förderverein so wie jetzt existiert und die Tradition eines umfassenden Vogelschutzes in Neschwitz fortsetzt, daran hat auch Dr. Leunert einen großen Anteil. Es entsteht für uns nun die Verpflichtung, seine Arbeit im Förderverein erfolgreich fortzusetzen. Dass das ohne ihn kaum zu schaffen sein wird, wissen wir. Gerade dadurch werden wir ihn nicht vergessen können!

 

Für den Vorstand Waldemar Gleinich


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Symposium und Jahrestagung des Vereins Sächsischer Ornithologen

Vom 22.-24. März 2013 veranstaltet der Verein Sächsischer Ornithologen e.V. seine 51. Jahresversammlung und Sächsische Ornithologentagung, in diesem Jahr im "Schützenhaus 2000" in Hohenstein-Ernstthal. Als eine Besonderheit wird es bereits am Freitag nachmittag einen Vortragsblock geben, zu welchem es in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. ein gemeinsames Symposium geben wird.
Dazu laden wir Sie recht herzlich ein. Das Programm zur gesamten Tagung finden Sie hier: Initiates file downloadVortragsprogramm

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Hilfe für Rauchschwalbenprojekt

Adulte Rauchschwalbe. Foto: Archiv Vogelschutzwarte/G. Engler

In den letzten Stunden erreichte den Förderverein ein Aufruf zur Unterstützung eines Rauchschwalbenprojektes in Nigeria. Als nächstes Vorhaben soll eine Eco-Logde in Ebbaken errichtet werden.

Experten von außerhalb, die zum Schutz und zur Forschung der Rauchschwalbe anreisen, könnten dort mit minimalen Standard übernachten. Die Kosten für die kleine Anlage belaufen sich auf ca. 1.700 € und sollen der Dorfgemeinsschaft nach Errichtung übergeben werden. Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.rauchschwalbe.info bzw. im verfügbaren Initiates file downloadFlyer.


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junger Schwarzmilan mit Flügelmarke (Foto: W. Nachtigall)

Auf der Spur der Milane

In den letzten Wochen unterstützte der Förderverein zum einen die Beringungsarbeiten von Werner Gleichner (Trado) am Rotmilan und absolvierte zum anderen die intensiven Arbeiten am eigenen Forschungsprojekt am Schwarzmilan.

Im nunmehr vierten Jahr wurde dabei auf einer 192 km² großen Untersuchungsfläche im Oberlausitzer Gefilde zwischen Neschwitz und Bautzen Mitte April vor Abschluß der Belaubung der Brutbestand erfaßt. In diesem Jahr gelang dabei der Nachweis von über 21 Brutpaaren, was einem Dichtewert von rund 11,5 BP/100 km² entspricht. Dies ist auch im gesamtsächsischen Maßstab ein hoher Wert. Im Untersuchungsgebiet ist der Schwarzmilan häufiger als der Rotmilan.

Wohl aufgrund einer besseren Nahrungsverfügbarkeit im Jahr 2012, war auch die mittlere Zahl flügger Junge pro begonnene Brut höher als in den Vorjahren. Der Anteil erfolgloser Bruten war dabei 2012 geringer als vorher, ist im Vergleich mit der Schwesternart Rotmilan aber deutlich höher. Die Ursachen für diesen Unterschied sind noch nicht zweifelsfrei sicher.

 

2009

2010

2011

2012

Brutbestand

18-20

19-21

23-25

21-23

FPFZ

1,28

1,22

1,26

1,45

Anteil 0

33,3

35,0

39,4

27,3

(FPFZ= Fortpflanzungsziffer und beschreibt die mittlere Zahl von Jungvögeln je begonnene Brut; Anteil 0=Anteil erfolgloser Bruten an der Zahl aller begonnenen Bruten)

Gegenwärtig werden die jungen Milane flügge und müssen in den kommenden Tagen und Wochen die ersten Gefahren meistern. Ab Ende Juli folgt für die jungen Schwarzmilane der Abzug von den Geburtsplätzen in das afrikanische Winterquartier, während die jungen Rotmilane ab Mitte August abwandern.

Rot- und Schwarzmilan sind Arten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie und damit besonderen Schutzerfordernissen unterworfen. In Sachsen kommen in 64 % der 77 EU-Vogelschutzgebiete ein oder beide Milanarten vor.


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juvenile Seeadler (Foto: W. Nachtigall)

Seeadlerberingung im Gange

In den letzten Tagen hat der Förderverein die beiden Beringer Silvio Herold und Werner Gleichner bei der Kontrolle und Beringung von Seeadlerbruten in der Nieder- und Oberlausitz aktiv unterstützt. Dabei konnten wir gemeinsam zwischen ein und drei Jungen in den Nestern entdecken, auch erfolglose Bruten waren dabei. Nach vorläufigen Erkenntnissen – die genauen und vollständigen Zahlen werden erst später zusammengetragen – ist 2012 kein gutes Seeadlerjahr. So haben in der Niederlausitz in diesem Jahr mehr als 50 % der Brutpaare keinen Bruterfolg, das längjährige Mittel liegt bei rund 40 % der jährlich begonnenen Bruten. Auch in der Oberlausitz sieht es nicht viel besser aus.

Für die Beringung von Seeadlern ist nur ein kleiner Personenkreis von der Beringungszentrale Hiddensee und den Länderbehörden zugelassen. Gegenwärtig dürfen zwischen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern knapp 15 Personen Seeadler beringen. Diese müssen sich langjährig mit der Art befasst haben und die notwendigen Verhaltensregeln bestens kennen.

Das Besteigen der Nester zum Zwecke der Beringung ist dabei die einzige Möglichkeit, die genaue Jungenzahl durch direkte Kontrolle zu ermitteln. Gleichzeitig können durch die Nestkontrolle Nahrungsreste gefunden und bestimmt und etwaige Gefahren, z.B. durch Bindegarn, von den Jungvögeln abgewendet werden. Bodenkontrollen zur Bestimmung der Jungenzahl sind in verschiedenen Altersphasen notwendig und erzeugen dabei Unruhe und einen deutlichen Aufwand. Aus Vergleichsuntersuchungen ist bekannt, dass die vom Boden aus ermittelten Jungenzahlen sehr oft falsch sind.


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Geschäftsführer Dr. Winfried Nachtigall

Geschäftsstelle des Fördervereins eröffnet

Im Jahr 1999 wurde die Vogelschutzwarte Neschwitz als Einrichtung des Trägervereins Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. am historischen Standort wiedereingerichtet. Ihr Sitz ist der „Herrenpavillon“ im Schloßpark von Neschwitz. Seit 2011 gehört die Vogelschutzwarte als Teil des Fachbereiches 55, Naturschutz zur Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL). Ihre Kernaufgaben liegen vor allem in der Organisation, Betreuung und Bearbeitung des Vogelmonitorings im Freistaat Sachsen.

In den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Vogelschutz wird sie vom Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. unterstützt, der als Rechtsnachfolger aus dem Trägerverein hervorgegangen ist. Dem Förderverein gehören der Landkreis Bautzen, die Gemeinde Neschwitz, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V., der Verein Sächsischer Ornithologen e.V., der Naturschutzbund (NABU) Landesverband Sachsen e.V. und mehrere Einzelpersonen an.

Die Geschäftsstelle des Fördervereins befindet sich ebenfalls im Schloßpark von Neschwitz und ist erreichbar:

Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V.

Park 4, 02699 Neschwitz

Tel. 035933 179862, Fax. 179863

E-Mail. foerderverein@vogelschutzwarte-neschwitz.de

www.vogelschutzwarte-neschwitz.de und www.vogelschutzpavillon.de

Sie haben Fragen, Hinweise oder Ideen? Melden Sie sich bei uns!


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nestjunge Baumfalken, ca. 20 Tage alt (Foto: W. Nachtigall)

Beringung nestjunger Baumfalken

Mit der (versuchten) Beringung von nestjungen Baumfalken gingen in diesen Tagen die eigenen Beringungs- und Forschungsarbeiten des Fördervereins in diesem Jahr zu Ende.

Dabei war der Beringungstag aber eher von Frust als von Lust geprägt. Der Bruterfolg der hiesigen Baumfalken ist alles andere als berauschend. So gab es nur in 2 von 7 untersuchten Revieren Bruterfolg (2mal 3 Junge), an 3 weiteren Plätzen waren jetzt im Juli beide Altfalken ohne Nestbezug zu beobachten. Mit höchstens 28 % Erfolgsrate ist das ein erschreckend niedriger Wert.

Die tatsächlich genauen Ursachen sind dabei leider unbekannt und eher Vermutungen. Neben einem sicher hohen Anteil an Prädation (Raubsäuger, Habicht, weitere Arten?) spielt das Wetter in der Nestlingsphase eine gewisse Rolle. Störungen an den Brutplätzen in der Bebrütungszeit sorgen wohl ebenso für Brutaufgaben und ein lokal schlechtes Nestangebot kann eine Brutansiedlung unter Umständen gar nicht erst zulassen. Als Nesterbauer spielen Krähenvögel eine herausragende Rolle für den Baumfalken. Leider tragen diese auch achtlos in der Landschaft belassenes Bindegarn ein, was zusätzlich einem Teil der geschlüpften Jungvögel durch Verstricken im Nest das Leben kostet (Faltblatt der Vogelschutzwarte Brandenburg: www.mugv.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.2338.de/publi_binde.pdf).

Der Baumfalke ist eine Art des Anhang I der EG-Vogelschutzrichtlinie, für den besondere Anstrengungen zur Dokumentation und zum Schutz notwendig sind.


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Die Mitarbeiter der Vogelschutzwarte Neschwitz (v.l.n.r.): Marko Zischewski, Dr. Winfried Nachtigall, Lara Böckenhüser und Patric Schmidt (04.10.2011). Auf dem Bild fehlt der Leiter der Einrichtung Herr Dr. Ulbricht.

Neue Mitarbeiter in der Vogelschutzwarte

Mit dem heutigen Tage begrüßen wir mit Herrn Patric Schmidt sehr herzlich unseren neuen Mitarbeiter, der im Rahmen einer Elternzeitvertretung die Vogelschutzwarte bis Mitte Februar 2012 unterstützen wird. Herr Schmidt wird sich insbesondere mit der Aufbereitung von Daten zum Monitoring häufiger Brutvogelarten, der Rotmilankartierung 2011 und der Wasservogelzählung beschäftigen und sich dazu ggf. mit verschiedenen Bearbeitern in Verbindung setzen. Wir dürfen Sie freundlich bitten, Herrn Schmidt mit der Beantwortung eventueller Fragen zu unterstützen.

Bereits seit Mitte September ist unsere neue FÖJ-lerin, Frau Lara Böckenhüser, bei uns, worüber wir uns sehr freuen und ihr bis August 2012 ein hoffentlich spannendes Jahr des Freiwilligen Ökologischen Jahres bieten werden. Unser FÖJ-Partner ist die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt. (04.10.2011)


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Das Braunkehlchen ist als typische Art des Grünlandes von Veränderungen betroffen (Foto: Archiv Vogelschutzwarte, G. Fünfstück)

Tagung "Vogelschutz im Grünland" am 13. Oktober 2011 in Dresden

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt laden am 13.10.2011 zu der Veranstaltung „Vogelschutz im Grünland“ ein.

Weitere Informationen können dem beiliegenden Flyer entnommen werden.

Initiates file downloadTagungsprogramm "Vogelschutz im Grünland"   


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Zählgebietskulisse der Wasservogelzählung in Sachsen (Stand: Sept. 2011)

Wasservogelzählsaison startet

Am kommenden Wochenende startet die neue Wasservogelzählsaison 2011/2012. In den 175 aktuell ausgewählten Wasservogelgebieten werden dann in den nächsten Monaten zwischen ein (nur Januar) und acht (alle Monate zwischen September und April) Zählungen durchgeführt. Alle Zähler sind dazu von den drei Regionalkoordinatoren (DB Chemnitz - Hartmut Meyer; DB Dresden - Dr. Peter Kandler und DB Leipzig - Gerhard Fröhlich) mit den Zählbögen und weiteren Informationen versorgt wurden, die diese von der BfUL/Vogelschutzwarte Neschwitz erhalten haben.

Die Termine in der Zählsaison 2011/2012 sind: 18. September, 16. Oktober, 13. November, 18. Dezember, 15. Januar, 12. Februar, 18. März und 15. April.

Wir bedanken uns bereits im voraus für Ihre Bereitschaft und hoffen auf eine spannende Wintersaison!


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Übersicht der vergebenen Meßtischblattquadranten
Die Suche nach Nestern war ein gewünschtes Ziel (Foto: W. Nachtigall)

Datenauswertung zur Rotmilankartierung 2011 in Sachsen beginnt

In den letzten Tagen gingen an der BfUL/Vogelschutzwarte Neschwitz ein großer Teil von Kartierergebnissen zur diesjährigen landesweiten Rotmilankartierung ein. Gemeinsam mit VSO und NABU hatte die BfUL/Vogelschutzwarte Neschwitz im Frühjahr zur Mitarbeit an der vom Dachverband Deutscher Avifaunisten deutschlandweit initiierten Erfassung aufgerufen.

Unserem Aufruf folgten über 100 sächsische Beobachter, die sich zur Bearbeitung von 254 Meßtischblattquadranten (MTBQ, TK10) bereiterklärten. Das sind fast 40 % aller Sachsen betreffenden topographischen Karten. Für die Auswertung verspricht dies ein belastbares und gutes Ergebnis zu liefern.

Aktuell sind fast die Hälfte aller Quadrantenergebnisse in Neschwitz eingegangen, die bisherige Spanne reicht von Fehlmeldungen (0 Brutpaare) bis zu 6 Brutpaaren je MTBQ. Der überwiegende Teil der Meldungen betrifft konkrete Nestpunkte, so dass die eigentlich nur fakultativ vorgesehene Nestersuche von den sächsischen Beobachtern gerne mit erledigt wurde. Von bisher 24 MTBQ liegen neben dem Rotmilan auch Bestandsergebnisse zum Schwarzmilan vor.

In der Übersichtskarte der vergebenen Raster (MTBQ) sind noch einige Lücken zu erkennen. Sollte es noch Beobachter geben, die noch nicht offiziell registriert sind, aber alle Brutpaare auf einem bisher freien Raster erfaßt haben, seien diese herzlich zur Mitarbeit aufgerufen. Die entsprechenden Karten zur Eintragung der Nestpunkte oder Reviere können gerne von der BfUL/Vogelschutzwarte Neschwitz angefordert werden (035933-31115 oder winfried.nachtigall(at)smul.sachsen.de).


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Stellenausschreibung Elternzeitvertretung Vogelschutzwarte Neschwitz

Für den Zeitraum vom 01.10.2011 bis zum 12.02.2012 wird am Dienstort Neschwitz eine Stelle als Elternzeitvertretung ausgeschrieben.

 

Die Unterlagen finden Sie hier Initiates file downloadStellenanzeige

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Probeflächen des „Monitorings häufiger Brutvogelarten“ im Freistaat Sachsen (Stand: 15.02.2011).
Auch der Waldbaumläufer ist eine Zielart des „Monitorings häufiger Brutvogelarten“. Foto: M. Keitel.

Monitoring häufiger Brutvogelarten - Bitte um Mitarbeit!

Im Jahr 2004 wurden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) die ersten der insgesamt 1000 bundesweiten Probeflächen des „Monitorings häufiger Brutvogelarten“ zur Bearbeitung vergeben. Seit 2005 beteiligen sich auch Ornithologen aus Sachsen an diesem Monitoringprogramm. Ziel des Programmes ist die Etablierung und Weiterentwicklung eines Indikators zur Verbreitung und Bestandsentwicklung häufiger Brutvogelarten und ergänzt damit bestehende Erfassungen ausgewählter mittelhäufiger und seltener Arten. Neben der Ermittlung der Bestandsentwicklung häufiger Brutvogelarten werden die erhobenen Angaben künftig als ein wichtiger Baustein für das Monitoring nach EG-Vogelschutzrichtlinie genutzt werden. Für Sachsen sind im Laufe des statistischen Verfahrens 140 Untersuchungsflächen gezogen wurden.

Auf den vorgegebenen Untersuchungsflächen von einem Quadratkilometer Größe werden entlang einer ca. 3 km langen Route alle anwesenden Brutvögel zu den jährlich vier Begehungen in den Monaten März bis Juni erfasst. Diese Daten werden dann auf Artkarten ausgewertet und die Revierzahlen ermittelt.

Die Koordinierung des DDA-Monitorings häufiger Brutvogelarten wird im Freistaat Sachsen von der Sächsischen Vogelschutzwarte Neschwitz (Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft) wahrgenommen. Ab 2011 ist für die Bearbeitung einer Untersuchungsfläche eine jährliche Aufwandsentschädigung von 200,- EUR vorgesehen, die Ihnen nach vollständiger Übermittlung aller Unterlagen ausgezahlt wird.

Über den jeweils aktuellen Vergabestand der Monitoringflächen informieren Sie sich bitte unter www.dda-web.de (Monitoring → Häufige Brutvögel Neu). 

 

Download Unterlagen:

Initiates file downloadAufruf, Übersicht Probeflächen und Kurzanleitung


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Foto: W. Nachtigall

Aufruf zur sächsischen Rotmilankartierung im Jahr 2011

Nach mehr als zehn Jahren ruft der Dachverband Deutscher Avifaunisten wieder zu einer deutschlandweiten Erfassung der Brutbestände des Rotmilans auf. Dies unterstützen die in Sachsen am Vogelmonitoring beteiligten Einrichtungen und Verbände (Staatl. Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft/Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz; Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; NABU Sachsen und VSO) gerne und bitten Sie freundlich um Ihre Mitarbeit an der landesweiten Rotmilankartierung im Jahr 2011.

Deutschland trägt für die Erhaltung des Rotmilans die größte Verantwortung, denn in unserem Land brüten rund 60 % des weltweiten Bestandes - soviel wie bei keiner anderen deutschen Brutvogelart. Die Bestandsentwicklung dieser attraktiven Greifvogelart ist regional in den letzten Jahren dabei ausgesprochen uneinheitlich verlaufen: Während es in einigen Regionen anhaltende Bestandsrückgänge gab, hat der Rotmilan in Sachsen zugenommen. Mit der aktuellen Erfassung soll es daher eine neue gesamtdeutsche Bestandseinschätzung geben.

Bei der Kartierung in Sachsen sollen vorrangig die konkreten Neststandorte erfasst werden, bitte denken Sie aber immer an den Schutz der Paare. Mit den Ergebnissen der Rotmilankartierung im Jahr 2000 und den Ergebnissen der beiden Brutvogelkartierungen 1993-1996 und 2004-2007 liegt in Sachsen eine geeignete Datenbasis vor, um die Bestandsentwicklung und Verteilung des Rotmilans zu dokumentieren. Bei der Kartierung im Jahr 2000 wurden von 196 MTBQ Bestandsergebnisse übermittelt, so dass in diesem Jahr ein Vergleich mit der aktuellen Situation auf genau diesen betroffenen MTBQ besonders interessant wäre.

Die Organisation, Betreuung und Auswertung der sächsischen Erfassung liegt in den Händen der Sächsischen Vogelschutzwarte Neschwitz (BfUL). Bitte melden Sie Ihren Bearbeitungswunsch bis zum 04.03.2011.

Zum Download stehen Ihnen das Anschreiben, die Karte mit den betroffenen MTBQ sowie das Anleitungsmaterial zur Verfügung.

Download Unterlagen:

Initiates file downloadAufruf, Unterlagen Rotmilankartierung 2011 Sachsen


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Fachtagung
„80 Jahre Vogelschutz in Neschwitz“

Im Jahr 1930 wurde die Vogelschutzwarte Neschwitz gegründet und blickt damit in diesem Jahr auf eine (mit Unterbrechungen) 80-jährige Geschichte. Dieses Jubiläum soll Anlass sein für einen Rückblick, vor allem aber für eine Darstellung der derzeitigen Situation und Diskussion der Perspektiven des Vogelschutzes in Sachsen.

Dazu veranstalten wir am Samstag, den 20. November 2010, die Fachtagung „80 Jahre Vogelschutz in Neschwitz“, zu der wir Sie mit Gleichgesinnten und Freunden zwischen 9.30 Uhr und 16.30 Uhr herzlich in den Bürgersaal des „Neschwitzer Hof“ (Marktplatz 3, 02699 Neschwitz) einladen.

Das Aufgabenspektrum der Vogelschutzwarte umfasst heute eine Vielzahl von Themen, von denen einige auf dieser Tagung vorgestellt werden. Ohne eine intensive Zusammenarbeit mit einer großen Zahl ehrenamtlicher Ornithologen und Vogelschützer sowie verschiedenen Institutionen und Verbänden wäre eine Erfüllung der anspruchsvollen Aufgaben nicht möglich.

Download Programm:

Initiates file downloadTagungsprogramm 20. November 2010


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7. Internationale Greifvogeltagung

Vom 21.-24.10.2010 findet in Halberstadt im Nordharzvorland die nunmehr schon 7. Internationale Tagung zur "Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten" statt. 

Nähere Informationen erhalten Sie unter Opens external link in new windowGreifvogelmonitoring


Das Tagungsprogramm können Sie hier downloaden Initiates file downloadTagungsprogramm Halberstadt 2010

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Fütternde Rauchschwalbe am Nest. Foto: W. Nachtigall

Rauchschwalbentagung in Kohren-Sahlis

Vom 18.-20.06.2010 findet in Kohren-Sahlis auf Einladung der Grünen Liga und der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt eine nationale Rauchschwalbentagung mit internationaler Beteiligung statt.

Die Tagung will Rauchschwalben- und Naturschutzexperten aus der Bundesrepublik und aus dem Ausland in einer Region zusammen bringen, in der seit acht Jahren intensiv an der Art geforscht wird. Es sollen erste nationale Ergebnisse des internationalen Vorhabens diskutiert und Schlussfolgerungen für die weitere Forschung und den Schutz der Rauchschwalbe abgeleitet werden. Ansätze für Schutzkonzepte der Rauchschwalbe auf dem Zug müssen und sollen diskutiert werden. Ein Höhepunkt der Tagung: Europäische Experten, die seit Jahren an den Überwinterungsplätzen der Art in Afrika arbeiten, berichten über ihre Erfahrungen und stellen Arbeitsergebnisse vor.

Tagungsprogramm:

Initiates file downloadFlyer Programm 18.-20.06.2010


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Staatsminister Kupfer und der Leiter der Vogelschutzwarte Dr. Joachim Ulbricht
Erläuterungen zum Bodenbrüterprojekt des Freistaates vor den Pressevertretern
Landtagspräsident Rößler mit Minister Kupfer am aufgestellten Hinweisschild
Beispiel eines Hinweisschildes - Rebhuhnbrache
Beispiel eines Hinweisschildes - Feldlerchenfenster

Bodenbrüterprojekt vorgestellt

Am 29.03.2010 lud das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft zu einem Pressetermin nach Bärwalde bei Radeburg. Landwirt Christian Damme hat dort auf 4 ha Ackerland im Herbst nicht gesät und eine so genannte Kiebitzinsel angelegt. Er nimmt am „Bodenbrüterprojekt“ des Freistaates Sachsen teil und erhält für Ertragsausfall und Mehraufwand eine Vergütung.

Staatsminister Frank Kupfer machte in seiner Ansprache deutlich, wie wichtig das Engagement des Freistaates für die bedrohten Vogelarten des Offenlandes ist. Landtagspräsident Matthias Rößler brachte es auf den Punkt: „Wir alle wollen die Lerche singen hören“.

Am Feldrand erläuterten Dr. Joachim Ulbricht und Jan-Uwe Schmidt von der Sächsischen Vogelschutzwarte Neschwitz den Anwesenden bei bestem „Kiebitzwetter“ (leichter Nieselregen) die Hintergründe und Aktivitäten des Bodenbrüterprojekts. Vier Kiebitzmännchen balzten im Beisein des MDR-Fernsehens und mehrerer Zeitungsreporter sowie Vertretern von NABU, Sächsischem Landesbauernverband und LfULG über der Fläche. Die am Feldrand aufgestellte Hinweistafel erklärt Anwohnern und Touristen den Zweck der Maßnahme. Auch Landwirt Christian Damme ist zufrieden und hofft, dass der Kiebitz auch weiterhin über seinen Feldern seine Balzflüge zeigt.

 

Presseinformation des SMUL:

Initiates file  downloadPresseinformation SMUL 29.03.2010

Pressestimmen:

Initiates file downloadSächsische Zeitung
Initiates file downloadDresdener Neueste Nachrichten
Initiates file downloadFreie Presse


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Begrüßung des Neschwitzer Seniorenvereins durch den Leiter der Vogelschutzwarte
Andrang an der Hörstation
Am Vogelflugsimulator
Eimer-Memory zum Thema Gefährdung von Vögeln
Welche Flügelspannweite hat ein Seeadler?
Schüler bei der Beantwortung der Quizfragen
An der Tastbox: Werkzeuge der Vögel

Impressionen von der Ausstellungseröffnung

Am 8. August 2009 öffnete die Ausstellung „Neschwitzer Vogelschutzpavillon“ erstmals für die Bevölkerung ihre Pforten. Viele Bürger nutzten das schöne Wetter für einen Spaziergang in den Schloßpark von Neschwitz, um sich die neue Ausstellung im „Herrenpavillon“ anzusehen. In vier großen Räumen werden dort verschiedene Themen des Vogelschutzes und der Vogelkunde allgemein verständlich dargestellt. Innerhalb von 4 Stunden konnten etwa 200 Ausstellungsbesucher registriert werden. Die Vogelschutzwarte und die Naturschutzstation Neschwitz hielten verschiedene Umweltbildungsangebote für Kinder sowie ein Quiz zur Ausstellung, bei dem man schöne Preise gewinnen konnte, bereit.

Der „Neschwitzer Vogelschutzpavillon“ wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, dem Landkreis Bautzen, der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, der Kreissparkasse Bautzen und einigen Sponsoren finanziell gefördert.


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Festakt im Alten Schloß
Eröffnung des Vogelschutzpavillons
Landrat Harig am Vogelflugsimulator
Frühere Mitarbeiter der Vogelschutzwarte im Gespräch
Leiter der Vogelschutzwarte im Gespräch mit Minister Kupfer und MdL Marko Schiemann
Ausstellungsredakteur Dr. Rudolph an der Hörstation

Jubiläum 10 Jahre wiederein- _ gerichtete Vogelschutzwarte _ Neschwitz

Am 3. August 2009 fand im Schloß Neschwitz eine Festveranstaltung anläßlich des 10-jährigen Bestehens der wiedereingerichteten Sächsischen Vogelschutzwarte und des 15-jährigen Bestehens der Naturschutzstation Neschwitz statt. Zu den Gästen gehörten auch der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Frank Kupfer, der Landrat des Kreises Bautzen Michael Harig, die Abgeordnete des Deutschen Bundestages Maria Michalk und der Abgeordnete des Sächsischen Landtages Marko Schiemann. In ihren Grußansprachen würdigten der Minister und der Landrat die erfolgreiche Arbeit beider Einrichtungen.

„Die Vogelschutzwarte Neschwitz ist heute die wichtigste Einrichtung des Vogelschutzes in ganz Sachsen“ sagte Minister Kupfer in seiner Festrede. Und weiter: „Die Vogelschutzwarte war und ist einer der wichtigsten Verbündeten des Freistaates bei der Umsetzung der Europäischen Vogelschutzrichtlinie. Ob bei der Kartierung, dem Monitoring oder der Auswertung von Daten – das Fachwissen der Neschwitzer Ornithologen ist ein Glücksfall für uns und unsere heimische Vogelwelt.“

Im Anschluß an die Feierstunde wurde die Dauerausstellung „Neschwitzer Vogelschutzpavillon“ eröffnet. Die Gäste waren von den Inhalten der Ausstellung und deren gestalterischer Umsetzung sehr angetan. Besonderes Interesse fand die Animation des Fluges über die Heide- und Teichlandschaft mit einigen simulierten Gefahrensituationen für Vögel. Die Ausstellung wird von der Vogelschutzwarte und der Naturschutzstation Neschwitz gemeinsam betrieben. Das Projekt erhielt eine maßgebliche finanzielle Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt sowie den Landkreis Bautzen, die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (Naturschutzfonds) und die Kreissparkasse Bautzen (Sparkassenstiftung). Die Ausstellungsgestaltung lag in den Händen der UNIKATUM Ausstellungsmedien GmbH Leipzig.


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